Surekill (8X09) Fenster der Seele Übersetzung Original Transcript by: Carri Kendl CarriKendl@aol.com Translation by: Loretta ds1013@hotmail.com for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Disclaimer: This transcript is meant as a homage, all characters, plots, quotes, etc. used in her are owned by 20th Century Fox, 1013 Productions and The X-FilesTM. Please don't use this for any commercial gain again without permissions. Permissions may be given by the authorities of this web site. Thank you. Enjoy the script and love the show! SZENE 1 WORCESTER, MASSACHUSETTS 20:34 (Eine leere, nächtliche Straße. Ein Mann, CARLTON CHASE, rennt zu einer Telefonzelle. Er dreht sich nervös um und ist außer Atem.) CHASE: Geh ran. Geh ans Telefon. Hör zu, ich weiß nicht was die Schlampe dir erzählt hat, aber ich war's nicht. Sie lügt dich an. Sieh in ihrer rechten Schreibtischschublade nach. Es ist alles da drin, die ganze Sache. Nimm ab, Mann. Sag ihm bescheid und lass uns darüber reden, okay. Gib mir eine Chance, das zu erkären. (CHASE sieht den Schatten einer Person um die Ecke, der auf ihn zukommt. Er gerät in Panik, lässt den Hörer fallen und rennt weg. Ein Mann kommt um die Ecke. CHASE rennt immer noch. Er stolpert, fällt hin und verletzt sich. Er sieht eine Polizeirevier auf der anderen Straßenseite und rennt daauf zu.) (SCHNIT ZU: Polizeirevier. Zwei Polizisten sitzen am Schreibtisch. CHASE tritt ein.) CHASE: Helfen Sie mir. Jemand will mich umbringen. OFFICER: Wer will Sie umbringen? CHASE: Bitte helfen Sie mir. (CHASE fängt an, die Tür zu verriegeln.) OFFICER: Hören Sie auf, lassen Sie das. Jetzt beruhigen Sie sich erstmal. (Der Officer rangelt mit CHASE.) CHASE: Bitte, Sie müssen ihn aufhalten. Er ist da draußen. Wir müssen ihn kriegen bevor er mich erwischt. (CHASE sieht die Pistole des anderen Officer's und greift nach ihr. Beide Officers packen ihn.) OFFICER #1: Hey, aufhören. OFFICER #2: Runter mit ihm! Runter mit ihm! (Sie drücken CHASE zu Boden.) CHASE: Lassen Sie mich los! (Schreit) Er wird mich umbringen! (Sie bringen CHASE in eine Zelle. CHASE befühlt die Wände und geht zur Tür, wo der OFFICER #1 steht und durch das Zellenfenster zu ihm reinschaut.) OFFICER #1: Ist schon gut. Beruhigen Sie sich jetzt. Setzen Sie sich hin. CHASE: Nein. Das ist nicht geung. Ich bin hier drin nicht sicher. OFFICER #1: Hören Sie, Sie waren noch nie in Ihrem Leben sicherer, okay? Beruhigen Sie sich einfach. CHASE: Er kriegt mich hier drin. OFFICER #2: Ich gehe und rufe die Psychatrie an. OFFICER #1: Alles klar. CHASE: Das ist nicht genug. Er kommt an mich ran. (Ein Klatschen und das Zellenfenster ist plötzlich mit Blut bespritzt. Eine Nahaufnahme vom OFFICER #1, der sehr geschockt aussieht. Er sieht CHASE's Kopf runterrutschen durch das Blut auf dem Fenster.) SZENE 2 (Später im Polizeirevier. SCULLY hält die Rötgenaufnahme eines seitlichen Schädels, offensichtlich von CARLTON CHASE, hoch.) SCULLY: Sie haben sie als die Munition einer 9mm-Pistole identifiziert, teflonbeschichtet und panzerbrechend. Eine einzige Kugel. Er wurde erschossen, daran besteht kein Zweifel. DOGGETT: Nun, ich schätze, die Eine-Million-Dollar-Frage ist wie.(DOGGETT öffnet die Zellentür.) (Wir sehen, dass sie am Tatort sind, DOGGETT in der Zelle, SCULLY davor.) SCULLY: Ja. Nun, was wissen wir über das Opfer? DOGGETT: (DOGGETT schaut auf seinen Notizblock.) CARLTON CHASE. 39 Jahre alt. Immobilienmakler. Alleinstehend. Lebte sein ganzes Leben in dieser Gegend. Keine Vergehen außer Falschparken. Er kam letzte Nacht hier reingerannt und sagte, dass jemand ihn umbringen werde. SCULLY: Er hatte recht. DOGGETT: Außer, dass ich keine Einschußlöcher in den Wänden sehe. SCULLY: Es sieht aus, als ob es von oben in seinen Kopf eingetreten wäre. (SCULLY hält das Röntgenbild ins Licht. Ein Officer kommt den Flur hinunter.) OFFICER: Agents, vielen Dank, dass Sie so schnell gekommen sind. Al Trugero. (Der Officer stellt sich vor.) (Der Officer trägt eine Trittleiter.) DOGGETT: John Doggett. OFFICER: Freut mich. DOGGETT: Agent Scully. OFFICER: Agent. SCULLY: Hi. OFFICER: Ich bin froh über jede Hilfe, die Sie uns leisten können. Bis jetzt haben wir folgendes herausgefunden.. DOGGETT: Die Kugel ist durch den Belüftungsschlitz gekommen. (Der Officer steigt die Trittleiter hoch.) OFFICER: Ja, so sieht's aus. Hier ist eine kleine Scharte an dieser Belüftungsklappe, durch die die Kugel gekommen ist. Sie ist kaum zu shen, aber sie ist da. Also, ich glaube, hier hat sich der Mörder versteckt. Er ist irgendwie in das Belüftungssystem gekrabbelt und hatte von hier aus eine gute Sicht, um Chase zu erschießen. DOGGETT: Hat irgendjemand einen Schuß gehört? Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass man einen hören konnte, sogar mit einem Dämpfer- durch die Schächte müsste es ein Echo geben. SCULLY: Was ist genau über uns? (SCHNITT ZU: Im Belüftungssystem. DOGGETT und SCULLY sehen sich mit ihren Taschenlampen um.) OFFICER: Ich verstehe das nicht. Wie konnte jemand von hier aus schießen? (SCULLY schaut auf und sieht ein Loch. Wir sehen einen feinen Lichtstrahl durch das Loch kommen.) SCULLY: Er hat nicht von hier aus geschossen. Kann ich mal Ihren Stift haben? OFFICER: Sicher. (SCULLY steckt den Stift durch das Loch.) SZENE 3 (Das Dach des Polizeireviers. SCULLY steigt eine Leiter hoch aufs Dach, gefolgt von DOGGETT. Sie geht hinüber zum Stift, der durch das Dach gesteckt ist. Der Polizist erscheint auf der Leiter.) SCULLY: Captain! (Sie hält den Stift hoch.) Wir brauchen Ihr Spurensicherungsteam hier oben. OFFICER: Das kriegen Sie.. DOGGETT: Also, ein Zufallstreffer? SCULLY: Ziemlich. Aber dieses Opfer hier sagte, es würde umgebracht werden, nur Augenblicke bevor es tatsächlich erschossen wurde, und dass hört sich für mich nicht nach Zufall an. DOGGETT: Ich schätze, das kann ich nicht bestreiten. (DOGGETT bemerkt etwas und bückt sich.) SCULLY: Was haben Sie da? DOGGETT: (Benutzt seinen Stift, um etwas Gewebe in einen Beweisbeutel zu geben.) Ein alter Mafiatrick. Ein um eine Pistole gewickeltes Handtuch dämpft das Geräusch. Der Täter war also hier oben. Aber wie zum Teufel hat er geschossen? SCULLY: Es gibt eine thermische Erfassungstechnologie, die Körperwärme durch Wände registrieren kann. Vielleicht hat ihm das beim Zielen geholfen. DOGGETT: Wir haben das bei den Marines getestet. Es wiegt fast 90 Pfund. Es muss mit flüssigem Nitrogen gekühlt werden. Ich kann mir kaum jemanden vorstellen, der das die Leiter hochgetragen hat, die wir gerade hochgekommen sind. Und überhaupt, das Dach eines Polizeireviers? Ein ziemlich gewagter Ort für einen Mord. SZENE 4 (Ein Kombi-Wagen fährt vor einem Lagerhaus vor. Eine junge Frau steigt aus. Die Kamera schwenkt nach oben und zeigt das Schild des Gebäudes- AAA-1 Surekill Exterminators [dt.: Surekill Schädlingsbekämpfung]. Man sieht darauf auch ein Logo mit einer Comic-Ratte und einer Mausefalle.) (SCHNITT ZU: Im Lagerhaus. Der Raum ist vollgestellt mit Tonnen, Sprühdosen und Schläuchen. Die Frau geht in ein Büro und setzt sich an einen Schreibtisch. Sie sieht sich die Tageszeitung an, die Schlagzeile ist "Immobilienmakler ermordet: Mysteriöser Tod in Polizeigewahrsam" Sie schaltet den Anrufbeantworter an und hört die Nachricht von CHARLTON CHASE, die wir im Teaser gehört haben.) CHASE: (Auf dem Anufbeantworter) Geh ran. Geh ans Telefon. Hör zu, ich weiß nicht was die Schlampe dir erzählt hat, aber ich war's nicht. Sie lügt dich an. Sieh in ihrer rechten Schreibtischschublade nach. Es ist alles da drin, die ganze Sache... (Sie sieht sehr beunruhigt aus. Sie drückt den Löschknopf des Anrufbeantworters, steht auf , schließt die Schreibtischschublade auf und holt eine Bargeldkasse heraus, die sie aufschließt. Sie öffnet sie und sieht, dass sie leer ist. Als sie sie verschließt und wieder zurücklegt, wird sie von DWIGHT überrascht.) DWIGHT: (Steht im Türrahmen) Was machst du da? TAMMI: Mein, ähm, Druckerkabel war locker. DWIGHT: Und das ist wichtiger als Kaffe? (Sie sieht weg) Irgendwelche Nachrichten? TAMMI: Nein. DWIGHT: Das Licht blinkt aber. Für mich sieht das nach einer Nachricht aus. (Lange Pause) Spielst du sie jetzt ab oder was? Dumm ist nicht süß, verdammt, egal was deine Mum sagt. (TAMMI drückt widerwillig den Wiedergabeknopf des Anrufbeantworters.) NACHRICHT AUF DEM ANRUFBEANTWORTER: Hallo, ich habe schon wieder Ratten. Ich will, dass Sie sie diesmal alle erwischen. 1806 Brook Valley Turnpike. Ich heiße Allesandre. Sie waren schon mal hier. TAMMI: Dwight. DWIGHT: Ja, ich hab's verstanden. (DWIGHT geht auf sein Büro zu und TAMMI folgt ihm.) TAMMI: Nein. Hör zu. Hast du heute Morgen die Nachrichten gehört? Über Carlton Chase? (Pause) Ich fand das ziemlich unheimlich. DWIGHT: Versuch Randall anzurufen. (DWIGHT geht in sein Büro und schließt die Tür. TAMMI geht zurück in ihr Büro, nimmt den Hörer und wählt, während sie das Foto von CHASE in der Zeitung ansieht. Dann sieht sie jemanden vor der Bürotür. Es ist der geheimnisvolle Mann aus dem Teaser.) TAMMI: Randall. Dein Bruder will dich sehen. (RANDALL geht weg. TAMMI sinkt in ihren Stuhl und legt ihr Gesicht in ihre Hände.) (SCHNITT ZU: Draußen leert RANDALL einen Mülleimer in einen Container. Er sieht die toten Ratten im Container an. Er nimmt einen Zaunpfosten und hält inne. Wir sehen eine Ratte, die sich zwischen den Leichen bewegt. RANDALL sticht mit dem Pfosten hinein.) DWIGHT: Randall! Du gehst mir aus dem Weg? Tammi hat dir gesagt, dass ich mit dir sprechen wollte, oder? Willst du mir erzählen, was letzte Nacht passiert ist? (RANDALL ist verschlossen. Sein Mund bewegt sich, als ob er etwas murmeln würde.) DWIGHT: Hör zu, Randall, ich bin dir nicht unbedingt böse. Aber ich muss genau wissen, was passiert ist. Jedes Mal, wenn du irgendetwas macht, ohne mir vorher bescheid zu sagen, bringst du uns beide in Schwierigkeiten. RANDALL: Ich habe gesehen, wie er gestohlen hat. DWIGHT: Carlton hat mich bestohlen? RANDALL: Ja. DWIGHT: Er wollte uns abzocken. Und, wo ist das Geld das er abzocken wollte? (RANDALL antwortet nicht) DWIGHT: Weißt du, die Sache ist die, Randall - du bekommst das Geld, dann erledigst du deinen Job. Das ist eine einfache Gleichung. Das meine ich wenn ich sage, dass du zuerst mit mir reden sollst. Es wird wahrscheinlich in Ordnung gehen, aber lass uns in Zukunft vorher drüber reden. Eine Hand redet mit der anderen, alles klar? (RANDALL lächelt dankbar. Er nickt.) DWIGHT: Ich habe dir ein Sandwich mitgebracht. Hackbraten, wie du ihn magst. Komm schon, nimm es, ist Ketchup drauf. (DWIGHT gibt RANDALL das Sandwich. RANDALL sieht DWIGHT an.) RANDALL: Gehst du heute Abend weg? (DWIGHT lächelt und nickt.) SZENE 5 CHASE IMMOBILIEN 9:17 (SCULLY und DOGGETT betreten CHASE's Büro.) DOGGETT: Das Polizeirevier ist weniger als eine Meile von hier entfernt. SCULLY: Chase ist zufuß gelaufen. Er sagte, dass jemand ihn verfolgen würde. Hier hat wahrscheinlich alles angefangen. (Sie sehen sich um. SCULLY blättert Papiere auf einem Schreibtisch durch.) SCULLY: Oh. DOGGETT: Was ist das? SCULLY: Chase hatte einige Geschäfte mit einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen namens Triple-A-1 Surekill. Sechs Aufträge in einem Monat. DOGGETT: Ich wußte nicht, dass das verlangt ist, um ein Haus zu verkaufen. (DOGGETT geht in ein anderes Büro. Das Licht ist noch an. Er sieht eine Pistole und Patronenhülsen auf dem Boden. Er hebt eine mit einem Stift auf.) DOGGETT: Agent! (SCULLY kommt rein.) DOGGETT: Das ist eine 45er. Die Kugel, die Chase auf dem Polizeirevier getötet hat, war eine 9mm. (DOGGETT macht das Licht aus. Sonnenlicht kommt durch viele Einschußlöcher in den Wänden.) DOGGETT: Wissen Sie, Elvis hat sowas immer mit Hotelräumen gemacht. SCULLY: (Sieht sich um) Ich glaube, Carlton Chase hat das getan. DOGGETT: Und auf was hat er geschossen? Wenn es jemand in diesem Raum war, hätte er ihn ziemlich sicher erwischt. SCULLY: Außer es war jemand draußen. SZENE 6 1310 SOUTH MAIN STREET 23:32 (Nacht. Wir sehen eine Straße mit Lagerhäusern, Dampf steigt von der Straße auf.) (SCHNITT ZU: Im Lagerhaus sehen wir eine Gruppe von Männern. DWIGHT kommt rein. Die Männer richten ihre Pisolen auf ihn.) DWIGHT: Abend. MAN 1: Was? Haste dich verirrt? DWIGHT: Nein. Ich denke, ich bin hier richtig. MAN 1: Bist du'n Polizist? DWIGHT: Nein, verdammt. Nein, euer Geheimnis ist bei mir sicher, Freunde. Aber ich will euer Geld, und den Stoff. MAN 1: Oh, du bist lustig. Weißt du was? Chris Rock ist lustig. Du bist einfach nur tot. (DWIGHT nimmt die Hände hoch, während die Männer ihre Pistolen auf ihn richten.) MAN 2: Los, legt ihn um. (DWIGHT zeigt mit seinem rechten Zeigefinger auf einen von ihnen.) DWIGHT: Bang. (Wir hören einen leisen Schuß und der Mann fällt um.) DWIGHT: (Er dreht sich um) Bang. (Ein weiterer Schuß. Noch ein Mann fällt um.) DWIGHT: (Er dreht sich wieder um.) Bang. (Noch ein Schuß. Ein dritter Mann fällt um. Die Tür öffnet sich. RANDALL kommt mit einer Pistole rein, die mit einem brennenden Tuch umwickelt ist. Er fängt an, das Tuch abzuwickeln...) SZENE 7 1310 SOUTH MAIN STREET 8:07 (Tatort, mit einer Menge Polizisten. SCULLY sieht durch die Löcher in der Wand. DOGGETT telefoniert über sein Handy.) DOGGETT: Danke. (DOGGETT beendet seinen Anruf und geht rüber zu SCULLY.) DOGGETT: Also, was für Schüsse waren das? Glück, Zufall, oder irgendeine dritte Möglichkeit? SCULLY: Nun, er ist ein sehr guter Schütze, das ist sicher. Diese Löcher bilden eine perfekte Linie mit den drei Opfern da hinten, was bedeutet, das der Schütze genau hier hinter dieser Wand stand. DOGGETT: Folglich konnte er nicht sehen worauf zum Teufel er überhaupt gezielt hat. SCULLY: Vielleicht konnte er es doch sehen. Das Licht, das unser Auge registriert ist nur ein kleiner Teil des elektromagnetischen Spektrums. Andere Wellenlängen von Infrarot bis Gammastrahlen haben andere Eigenschaften. Röntgenstrahlen, zum Beispiel, können feste Gegenstände durchdringen. DOGGETT: Wände, zum Beispiel. Sie wollen damit also sagen, dass dieser Kerl eine Art Röntgengerät benutzt hat. (SCULLY sieht DOGGETT an.) DOGGETT: Moment, Sie, Sie meinen nicht dass dieser Kerl einen Röntgenblick hat? SCULLY: Ich meine, dass diese Wellenlängen existieren und dass das einzige, was uns daran hindert, sie zu sehen, wenn Sie so wollen, die biochemische Struktur unserer Augen ist. Ich vermute, dass wenn diese Struktur irgendwie anders wäre, wir vielleicht Dinge sehen könnten, die wir nicht sehen können. DOGGETT: (DOGGETT lehnt sich zu SCULLY vor und flüstert.) Fragen Sie doch mal Clark Kent. SCULLY: OK, dann erklären Sie's. DOGGETT: Nun, ich kann das nicht, also halte ich an dem fest, was ich sicher weiß. SCULLY: Und das wäre? DOGGETT: Das hier war ein Drogendiebstahl. Und das schon der fünfte in dieser Gegend innerhalb von zwei Monaten. Dieser Kerl verdient seinen Lebensunterhalt, indem er die Drogendealer in dieser Gegend ausschaltet. SCULLY: Und wie passt ein toter Immobilienmakler da ein? DOGGETT: Das ist es, was ich nicht weiß- noch nicht, aber ich habe noch was rausgefunden. Sulphurylfluorid. (SCULLY starrt DOGGETTan.) SZENE 8 (Eine Geldzählmaschine zählt Geldscheine in TAMMI's Büro. DWIGHT kommt rein und lehnt sich an den Schreibtisch. Es gibt eine lange Pause.) DWIGHT: Kannst du einen Moment mit in mein Büro kommen? TAMMI: Dwight. Ich muss das zur Bank bringen. DWIGHT: Das kann warten. (RANDALL beobachtet unter einer Motorhaube, wie DWIGHT und TAMMI in DWIGHT's Büro gehen. Im Büro fängt TAMMI an, sich auszuziehen. Wir sehen, wie RANDALL in Richtung Büro starrt.) TAMMI: Kannst du nicht deinem Bruder sagen, dass er was zu essen holen soll oder irgendwas anderes? Er steht praktisch direkt vor der Tür. DWIGHT: Ich werde ganz leise sein, wenn du willst. (RANDALL starrt die Bürotür an.) TAMMI: Ich fühle mich, als ob er mich beobachtet. DWIGHT: Wie soll er dich jetzt beobachten? (Nahaufnahme von RANDALL's Gesicht. Er hört draußen etwas und geht weg. SCULLY und DOGGETT betreten das Lagerhaus.) SCULLY: Hallo? DOGGETT: Ist jemand hier? (Die Bürotür öffnet sich. DWIGHT kommt heraus.) DWIGHT: Ja. DOGGETT: Agent Doggett und Scully. FBI. DWIGHT: Dwight Cooper. Was kann ich für Sie tun? (DOGGETT holt ein paar Blätter raus und zeigt sie DWIGHT.) DOGGETT: Mr. Cooper, erkennen Sie die hier? DWIGHT: Also, ich erkenne nicht viel außer Schatten. Tammi! Tammi! Komm mal her und schau dir die für mich an. (TAMMI kommt aus dem Büro und macht ihre Bluse zu. SCULLY bemerkt das.) DWIGHT: Ich habe schlechte Augen. Ich bin fast blind, seit meiner Geburt. (zu TAMMI) Kommen dir die bekannt vor? TAMMI: Das sind unsere. Die Rechnungen an Mr. Chase vom letzten Monat. DWIGHT: Oh. Carlton. Er war einer meiner besten Kunden. Ich habe ihm jedes Jahr an Weihnachten einen Schinken geschickt, bis er mir schließlich erzählt hat, er wäre Jude. (Er lacht laut auf) Er war ein netter Kerl. DOGGETT: Wir haben ein Beweisstück am Tatort gefunden. Ein Stück Stoff, auf dem wir Spuren von einer Chemikalie gefunden haben - Sulphurylfluorid. SCULLY: Das ist eine Insektizid, das nur von professionellen Kammerjägern verwendet wird. DWIGHT: Ja, das Zeug ist gut. Wir benutzen es. Genauso wie etwa 200 andere Läden in der Gegend. DOGGETT: Sie haben mal gesessen, nicht? DWIGHT: Ja, vor langer Zeit. Jetzt sind mein Bruder und ich Mitglieder der Handelskammer von Worcester, falls Sie das glauben können. (Lacht wieder) Sonst noch was? DOGGETT: Ja, warum hat Carlton Chase 14 Minuten bevor er ermordet wurde dieses Büro angerufen? (DWIGHT sieht verwirrt aus. Dann sieht er TAMMI an.) SCULLY: Um 20:34. Wir haben einen Anruf an ihr Büro gefunden, der von Mr. Chase's Telefonkarte abgerechnet wurde. Er wurde von einer Telefonbox getätigt, die nicht weit von dort entfernt ist, wo er ermordet wurde. DWIGHT: Wow. Ich weiß nicht, was ich Ihnen sagen soll. Wir sind alle zuhause um die Zeit und es war keine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter. DOGGETT: In Ordnung. Wir melden uns bei Ihnen, wenn wir weitere Fragen haben. (DOGGETT und SCULLY gehen weg. TAMMI geht zurück in ihr Büro.) DWIGHT: Tammi. Was weiß du darüber? Dass Carlton hier angerufen hat. TAMMI: Ich nehme an, er hat eine Nachricht hinterlassen. DWIGHT: Und, was hat er gesagt? TAMMI: Ich habe es nicht gehört. Ich wollte den Wiedergabeknopf drücken und habe aus Versehen den Löschknopf erwischt. Ich hätte es dir sagen sollen. Ich hatte einfach Angst, dass ich uns vielleicht ein Geschäft verdorben hätte. (DWIGHT klickt ein Feuerzeug etwa 10 Zentimeter vor TAMMI's Gesicht an.) DWIGHT: Komm her, Baby. (Er zieht TAMMI zu sich und hält das Feuerzeug nah an ihr Gesicht und starrt in ihre Augen.) DWIGHT: Du weißt, dass ich kaum was sehen kann. Deshalb sehe ich dir in die Augen. Die Augen sind die Fenster der Seele. Sie sagen dir alles, was du über jemanden wissen musst. Also sag mir, lügst du? (DWIGHT starrt TAMMI direkt an. TAMMI starrt in die Flamme.) TAMMI: Nein, Dwight. (DWIGHT starrt TAMMI's Augen genau an, wobei er das Feuerzeug sehr nah an ihr Gesicht hält. TAMMI fühlt sich nicht wohl. Dann schaltet er das Feuerzeug aus.) DWIGHT: Das ist alles, was ich wissen muss. SZENE 9 (Ein Computerbildschirm zeigt DWIGHT's Polizeiakte. Wir sehen, dass er etwa 1,78m groß ist.) DOGGETT: Dwight Cooper. 1986 festgenommen. (DOGGETT sitzt vor dem Computer, SCULLY steht hinter ihm.) SCULLY: Für Autodiebstahl. DOGGETT: Richtig. Wie kann jemand, der fast blind ist, ein Auto stehlen? (DOGGETT sieht SCULLY wissend an.) SCULLY: Ich nehme an,er hatte einen Partner, der gefahren ist. DOGGETT: Der Bruder, den er erwähnt hat - Randall Cooper. (DOGGETT tippt auf der Tastatur. Der Bildschirm zeigt eine andere Polizeiakte, diesmal von RANDALL.) DOGGETT: Sie wurden zusammen verhaftet. Obwohl Randall scheinbar nicht lange bekommen hat. SCULLY: Sie haben am selben Tag Geburstag. (erstaunt) Sie sind Zwillinge. DOGGETT: Sie sind keine Zwillinge. Zwillinge verraten einander niemals. SCULLY: Nun, vielleicht ist noch jemand anderes in diesem Büro der das tut. SZENE 10 (Später. Äußere Einstellung von einem Wohnblock.) (SCHNITT ZU: In TAMMI's Apartment. Sie schaut aus dem Fenster und sieht den Schatten eines Mannes auf der gegenüberliegenden Wand. Sie schließt das Fenster und lässt die Rollanden runter.) (Die Kamera schwenkt nach rechts, von außerhalb des Gebäudes zum Apartment daneben. Durch das Fenster sehen wir RANDALL, der nach links in Richtung TAMMI's Apartment schaut.) (SCHNITT ZU: Nahaufnahme von RANDALL's Gesicht.) (SCHNITT ZU: Die Kamera verfolgt RANDALL's Blick durch die dazwischenliegenden Wände und Räume bis zu TAMMI's Badezimmer, wo sie ihren Bademantel auszieht.) (SCHNITT ZU: RANDALL's Gesicht, das darauf reagiert, als er TAMMI's nackten Rücken sieht.) (SCHNITT ZU: TAMMI, die sich halb umdreht, scheint zu merken, dass sie beobachtet wird.) (SCHNITT ZURÜCK ZU: RANDALL's Gesicht, dann wird es plötzlich schwarz) SZENE 11 7:44 (Vor dem Büro von AAA-1 Surekill. TAMMI fährt vor. Sie hastet in ihr Büro. Sie schließt die Schreibtischschublade auf und nimmt die Bargeldkasse heraus. Plötzlich steht DWIGHT im Türrahmen, mit RANDALL hinter ihm.) DWIGHT: Hey, Tammi, du bist früh dran. (DWIGHT kommt rein und hält Schlüssel hoch.) DWIGHT: Weißt du, dass du aus Versehen deinen Wagen angelassen hast? Du musst es sehr eilig gehabt haben, hier rein zu kommen und Kaffe zu machen. (Sieht die Bargeldkasse an) Was hast du denn da? Kann ich mal sehen? (Er greift nach der Kasse) DOGGETT (nicht auf dem Bildschirm): Dwight Cooper? FBI! (SCULLY und ein Polizist gehen an der Bürotür vorbei. DOGGETT tritt ein.) DOGGETT: Dwight Cooper. Ein Durchsuchungsbefehl. Lassen Sie ihn sich von jemandem vorlesen. DWIGHT: Nach was zum Teufel suchen Sie? DOGGETT: Nach Beweisen, die den Mord an Carlton Chase betreffen. (DOGGETT bemerkt die Bargeldkasse) DOGGETT: Was ist in dieser Box? DWIGHT: Kein Ahnung. (DOGGETT nimmt die Kasse.) DOGGETT: Wie ist die Kombination? TAMMI: Ich weiß sie nicht mehr. DOGGETT: Dann müssen wir das eben anders machen. (DOGGETT nimmt einen Schraubenzieher und hebelt die Kasse auf. TAMMI sieht ängstlich aus, aber sie ist leer- sie sieht geschockt aus.) DWIGHT: Die werden Sie mir zahlen. Wissen Sie, ich habe ein sauberes Geschäft hier. Sie werden hier nichts finden, das dagegen spricht. (SCULLY betritt das Büro.) SCULLY: Da wäre ich mir nicht so sicher. Können Sie die hier erklären, Mr. Cooper? (SCULLY hält einen Stapel Ordner, auf denen "Chase Building [dt.:Gebäude]" steht.) SZENE 12 (Vernehmungsraum auf dem Polizeirevier. DOGGETT verhört DWIGHT.) DOGGETT: Wollen Sie mir etwas über diese Rechnungen erzählen? (SCHNITT ZU: SCULLY steht draußen auf dem Flur und beobachtet sie durch das Fenster. Dann geht sie in den Vernehmungsraum daneben, wo RANDALL sitzt.) SCULLY: OK Randall? Sprechen wir über Ihr Schädlingsbekämpfungsunternehmen. Sie sind nur zu dritt, richtig? Sie, Ihr Bruder und Tammi Peyton? (RANDALL starrt nur geradeaus.) SCULLY: Wie kommt es dann, dass Ihr kleines Unternehmen im letzten Jahr Rechnungen von über 700.000 Dollar an Chase Immobilien ausgestellt hat? (RANDALL starrt weiter.) SCULLY: Siebenhunderttausend. Das sind ziemlich viele tote Ratten. Ich glaube, dass Sie und Ihr Bruder und Carlton Chase noch ganz andere Geschäfte miteinander gemacht haben. (RANDALL schüttelt den Kopf. SCULLY sieht von RANDALL zur Wand zwischen ihrem Raum und dem, in dem DWIGHT und DOGGETT sind.) (SCHNITT ZU: der andere Befragungsraum.) DOGGETT: Wissen Sie, ich glaube, ich werde Kammerjäger. Ich hatte keine Ahnung, dass man so viel Kohle damit verdienen kann, Ungeziefer umzubringen, das hinter Wänden rumkriecht. (DWIGHT starrt DOGGETT wütend an.) DOGGETT: Sie sind ein ziemlich cleverer Unternehmer. DWIGHT: Ich bin nur ein guter Arbeiter, der einen öffentlichen Dienst anbietet. (DOGGETT lächelt, DWIGHT lächelt. Kamera zeigt wieder RANDALL - dann das, was er sieht - DWIGHT hat ihm sein Gesicht zugewand und formt Worte mit den Lippen.) SCULLY: Randall? RANDALL (irgendwie mechanisch): Ich bin nur ein guter Arbeiter, der einen öffentlichen Dienst anbietet. (SCULLY sieht RANDALL an, dann die Wand und dann wieder RANDALL.) SCULLY: Hat das Ihr Bruder zu Agent Doggett gesagt? (SCULLY stellt sich vor RANDALL und sieht ihn eindringlich an.) SCULLY: (Leise, zum Teil flüsternd) Sie wissen, was ich meine, nicht? Weil Sie irgendwie durch diese Wand sehen können. Sie können ihren Bruder hinter mir sehen und seine Lippen lesen. Ich weiß nicht, woher Sie diese Fähigkeit haben, aber ich weiß, wie Sie sie anwenden. Sie erschießen Drogendealer von Orten aus, wo sie Sie nicht sehen können, und Dwight raubt sie aus. So verdienen Sie das ganze Geld, habe ich Recht? RANDALL: Nein. Wir sind Kammerjäger. SCULLY: Ja. Natürlich sind Sie das. Und wenn ich so mit Ihnen rede, habe ich den Eindruck, das Ganze ist Dwight's Idee. Es ist an der Zeit, auf eigenen Beinen zu stehen, Randall. Es ist an der Zeit, selbst zu denken. (RANDALL reagiert kaum merklich darauf.) (SCHNITT ZU: Das äußere Büro. TAMMI, SCULLY und DOGGETT gehen in den Befragungsraum 1) (Draußen sitzt DWIGHT neben RANDALL.) DWIGHT: Hast du ihnen irgendwas erzählt? RANDALL: Nein, ich habe gesagt, was du gesagt hast. DWIGHT: Wir haben jetzt ein Problem. Wir müssen uns darum kümmern. (SCHNITT ZU: Befragungsraum mit SCULLY, DOGGETT und TAMMI.) TAMMI: Ich bin nur die Buchhalterin. DOGGETT: Sie sind nur die Buchhalterin, und sie wissen, dass eine Menge Blutgeld durch dieses Büro fließt. Na, kommen Sie schon- sollen wir etwa glauben, dass Sie nichts davon wußten, was da lief- die Drogendiebstähle, die Morde? TAMMI (aufgebracht): Ich weiß nichts davon. DWIGHT sagt mir nichts. Ich notiere nur die Bargeldeingänge. Ich frage nicht, woher sie kommen. Ich weiß nicht, warum ich fragen sollte. SCULLY: Hören Sie. Es gibt etwas, das ich nicht verstehe und wo ich hoffe, dass Sie uns helfen können. Carlton Chase. DOGGETT: Wir glauben, dass Chase Dwight's Hehler war. Er hat die Drogen verkauft, die Ihr Chef gestohlen hat. Sie haben zusammen eine gutes Geschäft gemacht, warum also wurde Chase getötet? War bestimmt schlecht für's Geschaft. SCULLY: Es sei denn, der Grund hatte nichts mit dem Geschäft zu tun. (TAMMI sieht SCULLY an.) Es sei denn, er war persönlich. TAMMI: Bin ich jetzt verhaftet? (DOGGETT seufzt und sieht SCULLY an, die den Kopf schüttelt.) SZENE 13 (TAMMI's Apartment. Nacht. TAMMI kommt zurück und sieht wie zuvor den Schatten vor ihrem Fenster.) SZENE 14 (Polizeirevier. SCULLY sitzt an einem Schreibtisch. DOGGETT kommt rein und zeigt SCULLY ein Blatt Papier.) DOGGETT: Tammi Peyton's Telefonrechnung. Ich habe was Interessantes gefunden. (SCULLY sieht das Blatt an.) SCULLY: Anrufe an Carlton Chase. DOGGETT: Und alle spät nachts. Was wetten Sie darauf, dass sie über Kontoführung diskutiert haben? (SCHNITT ZU: Der Flur vor TAMMI's Apartment. Sie geht in das Apartment nebenan und sieht, dass RANDALL darin steht und aus dem Fenster sieht.) (SCHNITT ZURÜCK ZU: Polizeirevier.) SCULLY: Dwight Cooper hat also erfahren, dass da was lief zwischen seiner Freundin und Carlton Chase. DOGGETT: Und er tötet ihn, oder er lässt ihn töten, angenommen Randall ist der Schütze. (SCULLY's und DOGGETT's Dialog geht weiter, während wir eine Szene in RANDALL's Apartment sehen. TAMMI nähert sich ihm.) SCULLY: Vielleicht auch nicht.. DOGGETT: Was meinen Sie? SCULLY: Vielleicht ist es nicht Dwight, der eifersüchtig ist. (SCHNITT ZURÜCK ZU: TAMMI und RANDALL. RANDALL dreht sich um und sieht TAMMI an.) TAMMI: Ich weiß, dass du es warst. Aber ich brauche noch immer deine Hilfe, Randall. SZENE 15 WORCESTER BUSSTATION 14:23 (TAMMI's Kombiwagen hält vor der Busstation. TAMMI und RANDALL sitzen darin.) TAMMI: Also, ich habe eine Reservierung für drei Uhr gemacht. Wirst du auf mich warten? Es ist genau da drüben, der Big Sky Express. Ich komme zurück, sobald ich das Geld habe. Ich weiß, dass du das Buch genommen hast, um mich vor Dwight zu beschützen. (Pause) Ich brauche mein Buch, Randall. Ohne es bekomme ich mein Geld nicht. (RANDALL holt das Buch aus seiner Jacke und gibt es TAMMI. TAMMI sieht es durch- es ist ein Bilanzbuch mit verschiedenen Summen und mit einem Schlüssel an einem Band.) TAMMI: Ich bin in einer halben Stunde zurück, OK? Ich treffe dich am Bus. (RANDALL sieht unsicher aus.) Randall, du weißt, dass ich zurückkommen werde, du hast mich vor Carlton gerettet. Ich schulde dir das. (RANDALL steigt aus dem Wagen aus.) Randall? Ich treffe dich am Bus. (RANDALL steigt aus dem Wagen und TAMMI fährt weg. RANDALL geht rüber zum Bus.) SZENE 16 (TAMMI's Apartment. Wir sehen ein Big Sky Country-Poster an der Wand.) (DOGGETT und SCULLY kommen rein. ) SCULLY: Ihre Kleider sind weg. Tammi hatte es eilig, weg zu kommen. Vieleicht hat sie gedacht, dass jemand hinter ihr her war. DOGGETT: Wenn jemand hinter einem her ist, dann packt man nicht, sondern haut mit dem ab, was man anhat. SCULLY: Sie glauben also, dass sie geplant hat, zu gehen? DOGGETT: Ja. Und die Frage ist, wohin. (DOGGETT nimmt TAMMI's Telefon.) SCULLY: Wen rufen Sie an? DOGGETT: Wen auch immer Tammi zuletzt angerufen hat. (DOGGETT nimmt das Telefon und drückt die Wahlwiederholungstaste. Es ist eine automatische Stimme einer Busgesellschaft.) AUTOMATISCHE ANSAGE: Willkomen bei Concordia Bus Lines. Unsere Menüoptionen haben sich geändert. Drücken sie die 1 für Reservierungen.) SZENE 17 (Vor einer Filiale der Craddock Marine Bank. TAMMI kommt aus der Bank und trägt eine große Reisetasche. Sie steigt in ihren Wagen und wird dann von DWIGHT auf dem Rücksitz überrascht. Er hält ihr eine Pistole an den Kopf.) DWIGHT: Tammi. TAMMI: Dwight! DWIGHT: War es das, was du in deiner geheimen Box hattest? Ein Schlüssel für ein Schließfach. Du hattest sicherlich jede Menge Geld da drin. TAMMI: Dwight. DWIGHT: Halt die Klappe und fahr! Fahr! (SCHNITT ZU: Busstation) (Der Big Sky Express Bus fährt weg. RANDALL sieht von einiger Entfernung zu und dreht sich dann um, um zu gehen. Während er das tut, kommen drei Polizeiwagen an.) SZENE 18 (Im AAA-1 Surekill-Büro. TAMMI's Bilanzbuch durch eine Lupe.) DWIGHT: So hast du das gemacht. Du hast zwei verschiedene Bücher geführt. Du hast mich monatelang abgezockt. Hier steht ein Unterschied von 100.000 Dollar. Das erklärt, warum du es vor kurzen am Morgen so eilig hattest. TAMMI: Dwight! DWIGHT: Halt die Klappe! Randall hätte dich umlegen sollen, nicht Chase. Oder vielleicht hast du mit Carlton zusammengearbeitet. TAMMI: Es war nicht so. Als Carlton das mit dem Geld raugekriegt hat, hat er mich erpresst. Er hat mich gezwungen, (Pause) du weißt schon... DWIGHT: Ah. Ich wette, du hast dich heftig gewehrt. Moment mal, wenn Carlton mich nicht bestohlen hat, warum hat Randall ihn dann umgebracht? TAMMI: Dwight. Du verstehst das nicht. DWIGHT: Nein, nein, nein. Ich verstehe das sehr wohl. Mein Bruder war scharf auf dich. Er hat Carlton getötet, weil er wußte, was zwischen euch beiden lief. (DWIGHT packt TAMMI und schubst sie zur Tür.) TAMMI: Nein! Nein! (RANDALL kommt rein.) DWIGHT: (zu RANDALL) Wo zum Teufel warst du? Mmm? Du musst was für mich erledigen. (DWIGHT zieht TAMMI weg.) DWIGHT: Randall, komm hier rüber. (DWIGHTschubst TAMMI in ihr Büro. Er holt eine Pistole raus.) TAMMI: Dwight, nein! DWIGHT (zu RANDALL): Nimm sie. (DWIGHT legt die Pistole in RANDALL's Hand.) DWIGHT: Sie hat uns abgezockt, Randall, und du wußtest davon. TAMMI: Nein, Randall. DWIGHT: Was hast du geglaubt? Dass ihr beide zusammen in den Sonnenuntergang gehen würdet? Sie hat dich benutzt. Sieh mich an, Randall (er packt RANDALL's Gesicht mit seiner Hand.). Ich bin derjenige, der dich liebt. Nicht sie. Niemand sonst, weil wir von demselben Blut sind, das verbindet uns enger als irgendwas sonst. (Er lässt RANDALL los) Ich gehe jetzt. Ich werde genau darüber nachdenken, wie ich dir vergeben kann. (DWIGHT zündet eine Zigarette an.) Du weißt, was du zu tun hast. (DWIGHT geht aus dem Büro.) TAMMI: Randall. Du wirst das nicht tun. (RANDALL wickelt ein Tuch um die Pistole.) TAMMI: Randall. Bitte. (RANDALL und TAMMI gehen im Büro herum, so dass RANDALL jetzt gegenüber der Tür steht.) TAMMI: Ich wollte zu dir zurückkommen. (Er wickelt weiter das Tuch um die Pistole.) RANDALL: Nein, wolltest du nicht. (RANDALL zielt auf TAMMI.) TAMMI: Randall! Nein! (RANDALL feuert. Die Kamera folgt der Flugbahn der Kugel, durch Wände, nach draußen, direkt in DWIGHT's Stirn.) (Schnitt zu RANDALL. Er lässt die Waffe fallen.) (Das Bild wird schwarz.) SZENE 19 (Im Polizeirevier. SCULLY sieht durch ein Fenster in den Befragungsraum, in dem RANDALL sitzt.) DOGGETT: (Steht neben SCULLY) Agent, hat er irgendwas gesagt? SCULLY: Nein. Ein Staatsanwalt ist reingegangen, und er hat einen Verteidiger abgelehnt. Abgesehen davon war er ziemlich verschlossen. DOGGETT: Die Suche nach Tammi Peyton ist bisher ergebnislos. Die Außenstelle in Montana ist alarmiert. SCULLY (nachdenklich): Er hat sie jeden Tag beobachtet. Wo auch immer sie war. Ein Mann, der sich alles auf der Welt ansehen könnte, sucht sie aus. Er muss etwas in ihr gesehen haben, das sie selbst nicht in sich sehen konnte. DOGGETT: Wenn Sie damit andeuten wollen, dass er in ihr Herz gesehen hat, Agent (SCULLY sieht DOGGETTan), dann bewegen sie sich außerhalb der Zuständigkeit des FBI. (Pause) Ich warte draußen. (SCHNITT ZU: Befragungsraum. Die Kamera geht nah an RANDALL ran. Dann geht sie durch die Wände und alle dazwischenliegende Objekte, um dann zu zeigen, was er wirklich ansieht, in einem anderen Raum- einen Computerbildschirm, der TAMMI's Foto und ihre Polizeiakte zeigt.) (Das Bild wird schwarz.) ENDE Im Abspann erscheint zwischen dem "Executive Producer" und dem Rest folgende Anzeige: In Memoriam Gregory Nathan Boniface 1970 - 2000 (In der Besetzungsliste stand er als "Gangbanger #2") BESETZUNG: Tammi Peyton (Kellie Waymire) [Nana Spier] Dwight Cooper (Michael Bowen) [Kaspar Eichel] Randall Cooper (Patrick Kilpatrick) [Reinhard Scheunemann] Carlton Chase (Tom Jourden) [Thomas Nero Wolff] Capt. Al Triguero (Joe Sabatino) [Erich Räuker] First Officer (Ty Upshaw) [Dirk Löschner] Second Officer (James Franco) First Gangbanger (Noel Guglielmi) Second Gangbanger (Greg Boniface) [Olaf Reichmann]